Blick hinter die Himmelstür

Von: Robert Baumgartner

Smaragd Verlag

Eine Buchbesprechung von Inge Faubet | 27.01.2020

 

Robert Baumgartner verfolgt laut Aussagen "Über den Autor" mit dem vorliegenden Buch das Ziel, dem Leser die Angst vor dem Tod zu nehmen. Allgemeingültige Wahrheiten kann und will er nicht wiedergeben, denn die Wahrheit liegt seiner Meinung nach im Auge des Betrachters. 

Zusammengetragen hat der Autor nicht nur Berichte über Nahtoderfahrungen und Aussagen der Forschung, sondern darüber hinaus jede Menge Material und Zitate aus bereits bekannten Schriften. Von Schwingungsebenen ist die Rede, Albert Einstein wird mehrfach zitiert. Im Literaturverzeichnis wird auf 25 Autoren und deren Werke verwiesen, auf die sich der Autor bezieht und die mal mehr und mal weniger in den Inhalt dieses Buches einfließen. So traf ich beim Lesen immer wieder auf Aussagen, die mir bekannt vorkamen, weil ich sie schon mal irgendwo gehört oder gelesen hatte. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn wer von uns wirft nicht gern mal einen "Blick hinter die Himmelstür", wie es der Titel verspricht? Soviel vorweg: Einen Blick hinter die Himmelstür habe ich nach dem Lesen dieses Buches leider (oder Gott sei Dank?) nicht werfen können, aber der Untertitel "Was wir schon jetzt über das Jenseits wissen" kommt dem Inhalt des Buches doch sehr nah. Im Inhalt geht es um die spirituelle Sichtweise den Sinn des Lebens betreffend genau so wie um das "Jenseits". Das Buch geht von der Unsterblichkeit der Seele aus und davon, dass das Bewusstsein alles überdauert und in die Ewigkeit eingeht. Mir ist positiv aufgefallen, dass der Autor auch Nischenthemen behandelt, wie zum Beispiel "Tierseelen im Jenseits" oder die Bedeutung des "Freitod aus jenseitiger Sicht". 

Was mich nun persönlich erwartet, wenn mein letztes Stündchen geschlagen hat, das weiß ich nach dem Lesen dieses Buches immer noch nicht so genau und die Angst vor dem Tod konnte/musste es mir auch nicht nehmen, weil ich diese Angst auch vorher nicht hatte. Das Buch hat mich persönlich nicht so gefesselt, dass ich nun das Bedürfnis gehabt hätte, es in einem Zug durchzulesen. Zwischendurch habe ich mich dabei ertappt, dass Langeweile aufkam.

Ich halte dieses Buch für lesenswert und würde es als Einstieg insbesondere den Lesern empfehlen, die nicht unbedingt auf der Suche nach neuen Erkenntnissen sind, sondern sich erstmalig auf dieses Thema einlassen und damit beschäftigen möchten. Es ist der Text von Christine Baumgartner mit der Überschrift "Sag, wo führt die Brücke hin?" so ziemlich am Ende des Buches, der mich tief berührt und für einen Gänsehautmoment gesorgt hat. Wenn ich mir aussuchen dürfte, wie meine letzte Stunde aussehen soll, dann so wie die von Mari.

 

 

 

 

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