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Das einzige Paradies

Von Astrid Sozio

Verlag: Piper

Ein Kommentar von Eva Schreuer, Wege Redaktion | 2017 

Frieda Troost lebt und arbeitet schon seit sie denken kann im Hotel „Zum Löwen“. Es gehört ihrer Tante, aber die ist schon längst tot. Das Hotel am Rand eines sterbenden Ruhrpott-Ortes ist zwar eine halbe Ruine, aber die Alte erledigt trotzdem jeden Tag ihre Arbeit als Zimmermädchen, putzt und räumt auf. Diese lebenslange Routine wird jäh unterbrochen, als sich eines Tages eine junge Flüchtlingsfrau aus Ghana im Löwen einnistet…

In diesem Buch erwartet euch kein flockig-lockeres, lustiges G’schichterl. Aber trotz seiner seltsamen, oft düsteren Grundstimmung wollte und konnte ich mit dem Lesen nicht aufhören. Ich empfand Sympathie für die schrullige, miesepetrige Alte – und bemerkte erst ganz zum Schluss, dass ich gerade tief in die Erlebenswelt einer Dementen eingetaucht bin.

Tiefgehend, berührend.

 

 


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