Auf ein Lächeln

Erinnerungen

von Grit Boettcher

Verlag Eden

Eine Buchbesprechung von Inge Faubet| 25. November 2019

 

Die 1938 in Berlin geborene Grit Boettcher gehört zu den Menschen, die einen auf Anhieb sympathisch sind. Ihre positive Ausstrahlung wirkt ansteckend. Die beliebte Schauspielerin blickt in diesen biografischen Erinnerungen zurück auf ihr Leben und gewährt dem Leser Einblick in die Stationen ihrer Schauspielkarriere, aber auch in ihr Privatleben. Es lief nicht immer alles glatt, aber selbst in schwierigen Zeiten konnten ihr weder Liebeskummer noch Geldprobleme den Optimismus nehmen.

"Solange das Herz schlägt", hieß ihr erster Film und die junge Grit blickte voller Vorfreude in eine Zukunft als Schauspielerin. Die Filmpremiere war am 27. Dezember 1958 in Berlin und genau dort hatte Grit Boettcher dann auch ihr erstes "Starportrait." Die Karriere ging steil bergauf, unvergessen bleibt Grit Boettcher den Fernsehzuschauern in der Serie "Ein verrücktes Paar" an der Seite von Harald Juhnke. Hierfür wurde sie mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Grit Boettcher feierte im Jahr 2018 ihren 80. Geburtstag. Ihre heitere und positive Ausstrahlung ist ihr auch im fortgeschrittenen Alter erhalten geblieben. Der Titel "Auf ein Lächeln" wurde perfekt gewählt, denn er entspricht genau der Persönlichkeit dieser natürlichen und dennoch so außergewöhnlichen Frau.

Das Buch überzeugt mich durch eine lockere und zum Teil berührende Erzählperspektive, wobei an dieser Stelle sicherlich auch ein Lob an die Co-Autorin angebracht erscheint. Die Erinnerungen von Grit Boettcher sind absolut lesenswert, nicht nur, weil die Geschichte wahr ist, sondern insbesondere auch, weil sich banale, lustige, aber auch tragische Situationen und Entwicklungen abwechseln und diese Lebensgeschichte spannend machen. Bilder aus allen Stationen des Lebens halten diesen Band noch zusätzlich lebendig.

 

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