©Diederichs Verlag


Juno und die Reise zu den Wundern

Eine fabelhafte Geschichte

von: Judith Hoersch

Verlag: Diederichs

Eine Buchbesprechung von Inge Faubet | 20. Oktober 2020


Dieses Buch wird bei den Anbietern im Handel dem Genre "Lebensführung" oder "Körper Geist und Seele" zugeordnet. Da es sich nicht um einen herkömmlichen Ratgeber oder ein Sachbuch im eigentlichen Sinne handelt, befindet sich diese Buchbesprechung hier bei rezensi unter der Rubrik "Romane/Geschichten/Erzählungen". Trotz allem mag der eine oder andere Leser dieses fantastisch erzählte Märchen voller Wunder durchaus auch als Wegweiser verstehen.

Der Name der Autorin sagte mir zunächst nichts, allerdings kam mir das Gesicht der jungen Frau auf dem Bild bekannt vor. Irgendwo hatte ich sie doch schon mal gesehen. Richtig: Judith Hoersch ist die Lena Lorenz in der gleichnamigen ZDF-Reihe, eine mehr als gelungene Ziegler-Produktion. 


Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, denn wer von uns hat sich nicht in der Kindheit manchmal unverstanden gefühlt? Die Protagonistin Juno träumt sich durch die Kindheit. Doch als sie als junge Frau den merkwürdigen Mr. James trifft und noch dazu in der "schielenden Stadt", da öffnet sich ein Tor in ein anderes Leben. Die magische Reise beginnt und die ist tatsächlich spannend genug, denn hier vermischen sich Traum und Wirklichkeit miteinander. Der heimliche Wunsch, an Wunder zu glauben, den haben die meisten von uns aus der Kindheit mitgenommen und der steckt doch irgendwie wohl immer noch in jedem von uns. Nach dem Lesen dieses Buches scheint es, dass nichts unmöglich ist und es sich durchaus lohnen kann, nach seinem eigenen Wunder zu suchen. Die Protagonistin Juno schreibt zwischendurch Lebensweisheiten (als Lektionen bezeichnet) in ihr Notizbuch, wovon auch der Leser profitieren kann. Lektion eins heißt: "Hege gute Gedanken und Gefühle. Wer dankbar und demütig ist, kann wahres Glück empfinden." Ich persönlich kann mit Lektion zehn am meisten anfangen, denn diese heißt: "Erwarte Wunder, denn sie sind natürlich!".

Auf den letzten Seiten des Buches befindet sich die "Legende zur Weltkarte". Da findet man zum Beispiel das Land der qualmenden Köpfe, das Land der runden Brote, das Land der wilden Ponys, das Land der wackelnden Hüfte und noch eine ganze Menge mehr. 


Mein Fazit: Balsam für die Seele! Wunderschön und gleichzeitig mit leichter Hand geschrieben hat mich dieses Buch nachhaltig beeindruckt. Ein liebens- und lesenswertes Buch nicht nur für Träumer, sondern auch für solche, die es werden wollen oder den Weg zu sich selbst noch nicht gefunden haben. Und das sollte doch tatsächlich jeder einmal versuchen!


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