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Quellen innerer Kraft

Erschöpfung vermeiden – positive Energie nutzen

Von Anselm Grün

Verlag: Herder

Eine Buchbesprechung von Inge Faubet | 05.11.2017

Bei dem 1945 geborenen Pater Dr. Anselm Grün handelt es sich wohl um den bekanntesten Mönch Deutschlands. Er trat im Alter von 19 Jahren in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach (bei Würzburg) ein und wurde dann von 1977 bis 2013 selbst deren wirtschaftlicher Leiter. Zuvor absolvierte er ein Studium der Philosophie, Theologie und Betriebswirtschaft. Inzwischen ist Anselm Grün Autor von mehr als 300 Büchern.

In Zeiten, in denen der alltägliche Druck immer größer wird und Begriffe wie Burnout schon fast normal erscheinen, liefert der Autor im vorliegenden Werk Denkanstöße, die viel mit dem Vertrauen auf die eigene innere Kraft zu tun haben. Anselm Grün zeigt auf, dass innere Leere und das Gefühl des Ausgebranntseins nicht zum Dauerzustand werden müssen.  So liefert das Buch gute Ansätze für Hilfen zur Selbsthilfe. Dabei nutzt er die im Menschen verankerten Kraftquellen des Glaubens genauso wie Meditation, Gebete und den Zugang zur Natur. Anselm Grün fordert den Leser auf, die innere Quelle seiner Seele neu zu entdecken und dieser auf den Grund zu gehen. Er ist davon überzeugt, dass diese Quelle jeder Mensch in sich trägt. Er ist auch davon überzeugt, und das nimmt man ihm beim Lesen der 160 Seiten auch tatsächlich ab, dass diese Quelle nie versiegen kann, weil sie eben göttlich ist. Dem Leser wird es freigestellt, ob er sich auf diese Kraft, die stärker ist als jede Schwäche, einlassen möchte.

Der Schreibstil ist klar und gut verständlich und wirkt keineswegs aufdringlich oder belehrend. Der Inhalt wird lebendig und erfrischend vermittelt und ist auch für den nicht-religiösen Leser durchaus empfehlenswert.

 

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